Touchscreen neu kalibrieren

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Touchscreen neu kalibrieren

#1 » Beitragvon Downunder35m » Mo Sep 17, 2012 6:23 am

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Users denke ich das wir hier auch mal eine halbwegs verständliche Anleitung zur Touchscreenkalibrierung brauchen.

Vorwort:
Der Touchscreen, oder Digitiser wie er als Ersatzteil oft genannt wird, kann durch Alterung oder leichten Schaden schon mal anfangen zu spinnen.
Nur um Mißverständnisse auszuschalten: Ich spreche nicht von "Geistereingaben" oder nem Screen der gar nicht mehr reagiert, es geht darum das man auf eine Stelle tippt, der TT jedoch eine ganz andere Stelle auswählt, z.B. tippen auf "A" bringt einen Buchstaben in der Reihe darunter.
Soviel zur Klärung ;)

Da eine manuelle Kalibrierung manchmal einiges an Zeit kosten kann, solle man sich überlegen ob ein neuer Digitiser nicht sinnvoller wäre, vor allem wenn der Akku eh schwach geworden ist und ersetzt werden kann. Ein TT Digitiser kostet je nach Modell keine 15€ mehr und kann innerhalb von 30 Minuten gewechselt werden.

Ok, ich bin geizig oder will es trotzdem zuerst probieren, wie wird es nun gemacht?
Alte NC's bis, ich glaube 8.4 nutzen eine calib.txt, alle aktuellen NC's eine cal.txt zur Kalibrierung.
Ich beziehe mich nur auf das Erstellen einer cal.txt, da ich davon ausgehe das jeder User eine aktuelle Navcore bevorzugt, egal was TT dazu sagt ;)
Als erstes braucht man natürlich Werte die man in die Textdatei eintragen kann, diese Originalwerte des Digitiser bekommt man so:
Wenn beim Einschalten die Trommeln kommen den Powerknopf erneut drücken und gedrückt halten- es erscheint dann der Linuxstatusbildschirm, welcher Auskunft über die Hardware gibt.
In der 4. Zeile von oben findet man die Versionsnummer des Bootloaders, in der 4. Zeile von unten die Kalibrierungsdaten vom Digitiser.
Wichtig sind nur die ersten 4 Ziffern, danach ist nur die Spannungsangabe des Panels, normalerweise um die 3V, soll aber auch 5V Varianten geben. (Ist aber für uns unwichtig)
Als konkretes Beispiel nehme ich mal die Werte von meinem Go730, so wie sie auf dem Statusschirm erscheinen:
93 921 147 840
Die Werte sind:
93 = min X
921 = max X
147 = min Y
840 = max Y

Man beachte, dass die abgelesenen Werte für die X-Achse im Statusbildschirm gegenüber der o.a. Systematik für die Datei cal.txt vertauscht sind!
Die Sequenz der cal.txt ist : Max X Min X Max Y Min Y
Wenn man auf dem Statusbildschirm also 93 921 147 840 abliest, so würde die Reihenfolge in der Datei cal.txt 921 93 840 147 lauten müssen!
Damit abgespeichert sollte das Gerät nun normal starten und noch genau den gleichen Fehler im Digitiser haben, wenn dem so ist: prima, falls nicht bitte die Werte und deren Reihenfolge prüfen.

Nun zur eigentlichen Anpassung:
Entgegen der Punktkalibrierung wie man sie von CE und anderen Geräten kennt nutzt TT eine "Begrenzung" der errechneten Widerstandswerte vom Digitiser.
Häh! Was willst du nun von mir??
Ok, nochmal für Noobs ;)
Ein normaler Touchscreen wird über die Berechnung von Koordinaten kalibriert, dies ist einfach und sehr genau.
TT jedoch wertet die Daten anders aus um direkt über die NC bestimmen zu können wie empfindlich der Screen reagiert.
Bei jedem Druck wird ein Widerstandwert vom Digitiser erzeugt, einmal für die X-Achse und einmal für die Y-Achse.
Im Idealfall wäre z.B. ganz Links 0 und ganz Rechts 1024.
Es werden bei TT also die Anfangs- und Endpunkte der Achsen kalibriert ;)
Der Einfacheit halber beschreibe ich nun wie man bei einem Versatz nach oben oder unten vorgehen sollte, für die X-Achse ist es identisch, nur das eben die anderen Werte geändert werden.
Geändert wird zunächst nur ein Y Wert, also wird erst die 840 nach unten auf 800 geändert und die cal.txt im Hauptverzeichnis des Gerätes gespeichert.
In der Theorie sollte nun die Reaktion etwas tiefer erfolgen als zuvor - wird der Wert erhöht geht auch die Reaktion nach oben (auf dem Display).
Man versucht so nahe wie möglich an ein gutes Ergebnis zu kommen bevor man den unteren Wert verändert.
Mit etwas Glück klappt dies nach einigen Änderungen innerhalb von 30 Minuten.
Die Feinabstimmung sollte am Besten mit dem grossen Keyboard bei der Adresseingabe gemacht werden, es kann sein das man nun an beiden Werten noch leichte Veränderungen vornehmen muss.

Ist der Screen sowohl in X-, als auch in Y-Richtung verschoben, sollte man zuerst versuchen die Höhe richtig zu setzen und danach die X-Werte anpassen.
Ich hoffe das nun alle Klarheiten beseitigt sind ;)
Zuletzt geändert von Downunder35m am Do Mai 26, 2016 10:22 am, insgesamt 1-mal geändert.
TT GO730, Navcore 9.004, aktuelle Karte von Australien, Bootloader 5.5256, 16GB SDHC mit Tomplayer und ttmaps
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[HELP] Touchscreen Kalibrierung

#2 » Beitragvon Mr. Anderson » So Aug 24, 2014 2:30 pm

Zunächst einmal einleitend ein paar grundsätzliche Dinge: Bei den Touchscreens unterscheidet man zwischen folgenden zwei wesentlichen Techniken.1. Resistive Touchscreens [size=75](Quelle: Connect)[/size]
  • Bestehen aus zwei leitfähigen transparenten Folien, typischerweise aus Indium-Zinnoxyd. Zwischen diesen beiden Schichten sind winzige Abstandshalter angebracht, sogenannte Spacer-Dots ("Abstands-Punkte"). Bei sehr genauem Hinsehen kann man sie sogar mit bloßem Auge erkennen – und anhand dieses Merkmals zielsicher einen resistiven Touchscreen identifizieren. An zwei gegenüberliegenden Rändern der weiter oben angeordneten Folie wird eine Spannung angelegt, die vom einen Rand zum anderen kontinuierlich abnimmt. Drückt man nun mit dem Finger oder einem Stift auf das Display, wird die an dieser Stelle vorhandene Spannung auf die zweite Folie durchgeleitet. Anhand der Spannungshöhe lässt sich eindeutig bestimmen, auf welcher Höhe des Spannungsgefälles der Berührungspunkt liegt. So kann die Auswertungselektronik die Koordinate des Druckpunkts auf der X-Achse ermitteln. Die Positionierung auf der Y-Achse wird identifiziert, indem einige Millisekunden später eine Spannung in Quer-Richtung, also an den anderen beiden Rändern, angelegt wird. Der Wechsel der Spannung und die Positionsbestimmung erfolgen in so schnellem Wechsel, dass auch kürzeste Berührungen erfasst werden. Der Kontaktschluss durch mechanischen Druck führt dazu, dass sich der Druckpunkt wahlweise mit einem Plastikstift – dem Stylus – oder mit bloßem Finger erzeugen lässt. Die Berührung per Finger ist natürlich großflächiger, sodass bei kleinen Bildschirmtasten oder Eingabefeldern der Stylus eine exaktere Positionierung erlaubt. Weil die gemessene Spannung den "digitalen Koordinaten" zugeordnet werden muss ist es üblich, dass resistive Touchscreens kalibriert werden müssen.
2. Kapazitive Touchscreens [size=75](Quelle: Connect)[/size]
  • Bestehen aus einer beidseitig mit transparentem Metalloxyd beschichteten Glasplatte. Die beiden Seiten sind mit gegeneinander versetzten Streifen beschichtet, sodass die Kreuzungspunkte dieses Gitters wie ein Kondensator wirken. An den einzelnen Streifen wird eine Spannung angelegt, die wiederum zwischen den beiden "Kondensator-Platten" ein elektrisches Feld erzeugt. Weil der menschliche Körper ebenfalls Strom leitet, verändert sich dieses Feld, wenn der Finger die Glasplatte über dem Kreuzungspunkt berührt. Die Änderung im elektrischen Feld führt wiederum zu einer Veränderung des Stroms, der am gegenüberliegenden Ende der X- und Y-Streifen ankommt. Die Elektronik misst diese Ströme und ermittelt daraus die Koordinaten des Berührungspunkts. Ein großer Vorteil ist, dass dieses Prinzip kalibrierungsfrei funktioniert, weil die Lage der Gitterstreifen fest bleibt. Allenfalls die Stromstärken nehmen mit der Zeit etwas ab, was die Elektronik jedoch kompensieren kann. Deshalb gelten kapazitive Touchscreens im Vergleich zur resistiven Technik als langlebiger und unempfindlicher. Da kapazitive Screens zudem schon auf leichteste Berührungen ansprechen, eignen sie sich auch besser für Bedienvorgänge wie Scrollen oder Verschieben. Sie fühlen sich für den Nutzer insgesamt reaktionsfreudiger und präziser an.
Kalibriert werden müssen also nur Modelle mit einem resistiven Touchscreen, wohingegen diejenigen mit kapazitivem Touchscreen wie z.B. die derzeit aktuellen 2013’er TomTom Modelle GO 400, 500, 600, 5000 und 6000) dies bauartbedingt nicht benötigen! Andere derzeit erhältliche TomTom-Navis mit resistivem Touchscreen, wie z.B. die der START-Serie 20/25/60 und die der VIA-Serie 130/135 mit NavCore 12.xxx, können vom Anwender selbst leider nicht mehr kalibriert werden! Das TomTom-Navi wird vor Verlassen des Herstellerwerkes grundsätzlich einer Touchscreenkalibrierung unterzogen, die ermittelten Korrekturwerte werden im nichtflüchtigen Speicher (ROM) des Navis abgelegt. Auch die manuelle Kalibrierung muss für jedes Navi individuell vorgenommen werden, d.h. die Werte sind nicht einmal für ein 100%-ig baugleiches Modell übertragbar! Verschiedentlich wird hier die Bitte geäußert, man möge doch bitte einmal seine Kalibrierungsdaten weitergeben. Was immer auch der Grund dafür sein mag, erspart es euch, ihr könnt mit diesen Fremdwerten definitiv nicht einmal ansatzweise etwas anfangen!

Warum und wann ist solch eine spätere Kalibrierung aber überhaupt erforderlich? Nun, solange das TomTom Navi auf eure Touchs so reagiert wie immer, und sich auch die Buttons immer dort befinden wo sie sein sollten, müsst ihr gar nichts tun. Im Gegenteil, wenn ihr trotzdem anfangt herum zu experimentieren, macht ihr euch den Umgang mit dem Navi mit einiger Sicherheit nur unnötig schwer. Wenn man aber feststellt dass sich trotz Touchs an gewohnter Stelle gar nichts mehr tut oder, noch schlimmer, eine ganz andere (ungewollte) Aktion ausgeführt wird oder ganze Buttons plötzlich nur noch teilweise sichtbar oder gar ganz verschwunden sind, dann liegt dem meist ein ganz normaler Alterungsprozess zugrunde, der früher oder später nahezu jeden dieser Touchscreens treffen wird. Nur an jene dermaßen Betroffenen richtet sich dieser Artikel, und die nachfolgenden vier Schritte sollen euch dabei ein wenig unter die Arme greifen!

Schritt 1 - Diagnosebildschirm auslesen
Wie gesagt, jedes Gerät hat seine eigene, werksseitig vorgegebene Kalibrierung. Zunächst gilt es einmal, diese Werte aus dem Gerät auszulesen. Um den hierfür erforderlichen Status- bzw. Diagnosebildschirm angezeigt zu bekommen macht man einen sogenannten langen Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein, indem man den Ein-/Ausschaltschalt- bzw. Resetknopf drückt und solange gedrückt hält, bis der MS-DOS ähnliche Diagnosebildschirm (weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund) sichtbar wird. Bitte erst dann die Reset-Taste loslassen.

Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein

Jetzt lassen sich die hinterlegten Werte aus der Zeile "Touch screen calib(ration) data" ablesen, die hier mit 4 Werten in der Reihenfolge MinX MaxX MinY MaxY (z. B. 211 824 321 670) erscheinen. Schreibt euch zunächst diese vier einzelnen Werteblöcke mitsamt ihrer Bedeutung auf, ihr werdet das später noch brauchen! Wenn das geschehen ist kann man das Navi erst einmal ausschalten, indem man den Resetknopf ein weiteres Mal für etwa 1-2 Sekunden drückt.

Die weitere Vorgehensweise richtet sich danach, welche Firmwareversion auf eurem Navi installiert ist, da TomTom die Reihenfolge der Min/Max Werte für die beiden Achsen und den Namen für die Kalibrierkorrekturdatei zwischendurch geändert hat. Einfach ist das für die Modelle UR-GO, die GO x00 (der alten Reihe bis Baujahr Anfang 2006), die GO x10, ONE, ONE2nd, ONE XL, ONE 3rd, ONE 30, RIDER 1 und RIDER 2, deren Firmware auch in der aktuellsten Version nicht höher ist als 8.010, und die jetzt bitte den Punkt 2a (Firmware nach Version 8.051) folgerichtig überspringen. Für alle nichtgenannten Modelle lässt sich die Firmwareversion anhand der weiterführenden Links in Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein ermitteln.

Schritt 2a - Korrekturdatei erstellen (Firmware nach Version 8.051 bis Version 9.xxx)
Mit einem reinem Texteditor, wie z.B. Notepad+, legt man auf seinem Rechner eine (zunächst noch leere) Datei namens cal.txt an. Hier hinein schreibt man nun die in Punk 1 ausgelesenen und notierten werksseitigen Korrekturwerte hintereinander in folgender Reihenfolge, jeweils getrennt mit einem Leerzeichen, in die erste (und einzige) Zeile: MaxX MinX MaxY MinY (z. B. 824 211 670 321). Wie man unschwer erkennen kann entspricht dies nicht der Reihenfolge der ausgelesenen werksseitigen Korrekturwerte (MinX MaxX MinY MaxY), aber das hat so schon seine Richtigkeit.

Schritt 2b - Korrekturdatei erstellen (Firmware bis Version 8.051)
Mit einem reinem Texteditor, wie z.B. Notepad+, legt man auf seinem Rechner eine (zunächst noch leere) Datei namens calib.txt an. Hier hinein schreibt man nun die in Punk 1 ausgelesenen und notierten werksseitigen Korrekturwerte hintereinander in folgender Reihenfolge, jeweils getrennt mit einem Leerzeichen, in die erste (und einzige) Zeile: MaxX MinX MinY MaxY (z. B. 824 211 321 670). Wie man unschwer erkennen kann entspricht dies nicht der Reihenfolge der ausgelesenen werksseitigen Korrekturwerte (MinX MaxX MinY MaxY), aber das hat so schon seine Richtigkeit.

Schritt 3 - Anpassen der Korrekturwerte auf die individuellen Erfordernisse
Jetzt endlich geht es an das eigentliche Werk und es wird womöglich auch ein wenig kompliziert, aber vorher noch ein paar besonders wichtige Dinge, die ihr besser beachten solltet:
  • Stellt zunächst einmal fest welche der beiden Achsen die größten Abweichungen aufweist. Für gewöhnlich müssen nur die Werte einer Achse geändert werden, also stimmt die Auslösung des Buttons entweder in der Höhe (entsprechend den Werten der Y-Achse) nicht oder sie muss immer seitlich versetzt (entsprechend denen der X-Achse) erfolgen. Am einfachsten lässt sich das auf einem reinen Buchstaben/Zahlenfeld wie z.B. dem der Adresseingabe feststellen, da es hier naturgemäß die meisten Touchpunkte gibt. Außerdem werden die vorgenommenen Änderungen hier am ehesten sichtbar, sei es ob sie von vornherein in die richtige Richtung gehen oder entgegengesetzt.
  • Wenn man Verschiebungen auf beiden Achsen bemerkt sollte man zunächst die Werte für die Y-Achse korrigieren.
  • Ändert zunächst immer nur den Max-Wert für eine einzelne Achse, und auf gar keinen Fall Werte für beide Achsen gleichzeitig. Blinder Aktionismus endet fast immer im Frust!!!
  • Protokolliert eure Änderungen, und probiert sie umgehend aus (siehe Schritt 4).
  • Es kommt nicht (allein) darauf an, dass man nach der Korrektur alle Menüpunkte wieder sieht, sondern dass sie vor Allem richtig auslösen, wenn man mittig auf den entsprechenden Button drückt. Probiert das also fortlaufend mit allen "Tasten" aus, beginnend mit den Äußeren.
  • Die Korrekturdatei funktioniert nur dann wenn die Min/Max-Werte zu beiden Achsen vorhanden sind, d.h. ihr braucht in der Datei immer alle 4 Ziffernblöcke und somit auch die Werte, die ihr gar nicht verändert habt!
  • Zu Beginn sollte die Änderung der Werte in maßvoll größeren Schritten (z. B. mit 20'er oder 30'er Sprüngen) erfolgen, das Feintuning kann man dann im Anschluss machen.
  • Rechnet mit einem Zeitaufwand von etwa 30 Minuten, in besonderen Fällen kann es aber auch wesentlich länger dauern bis man ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht.
  • Es wird mit einiger Sicherheit nicht schon mit dem ersten Anlauf klappen. Trotzdem nicht gleich aufgeben!
Führen wir uns am Beispiel Schritt 2a (Firmware nach Version 8.051) hierzu noch einmal die Reihenfolge der Werte für die Textdatei vor Augen. Sie lauten, wie inzwischen bekannt, MaxXMinXMaxYMinY und stehen ganz einfach für Links, Rechts, Oben und Unten. Mal angenommen wir haben festgestellt, dass die Buttons bei unserem Navi immer nur seitlich nach rechts versetzt ausgelöst werden können. Das bedeutet also, dass wir uns somit ganz auf die X-Achse konzentrieren können, und zwar dort zunächst nur links. Nehmen wir unser Beispiel (824 211 670 321) und erhöhen den Max-Wert der X-Achse versuchsweise auf (854 211 670 321). Wir überschreiben folglich den Wert 824 mit 854, lassen den Rest der Werte zunächst unverändert so stehen, speichern die Datei ab und fahren fort mit Schritt 4.

Bei der Überprüfung wird man sofort feststellen, dass man sich entweder bereits in die richtige Richtung oder genau entgegengesetzt bewegt hat. So tastet man sich nun also in mehreren kleinen z.B. 5'er Schritten (in Richtung 859 oder 849) an das Optimum heran, oder man muss zunächst noch einen kompletten Umkehrschwung einlegen, sprich von 854 211 670 321 auf 794 211 670 321 wechseln.

Spätestens nachdem der bestmögliche MaxX-Wert endgültig feststeht wird man merken, dass der MinX-Wert so unverändert nicht stehenbleiben kann, weil die Menüpunkte nun entweder gestaucht oder überdehnt sind. Nehmen wir also an der neue gültige MaxX-Wert wäre 859, so verändern wir den MinX-Wert (zunächst zumindest) auf jeden Fall im gleichen Verhältnis, also um 35 (859-824) auf 246 (211+35). Die neuen vollständigen Werte für unsere Datei lauten folglich 859 246 670 321. Wenn überhaupt sind beim MinX-Korrekturwert darüber hinaus nur kleinste Änderungen erforderlich.

Schritt 4 - Speichern der Datei und Überprüfung der Auswirkungen auf dem Navi
Schaltet euer Navi ein und verbindet es mit dem Rechner. Kopiert die von euch erstellte Korrekturdatei (cal.txt bzw. calib.txt) per Explorer (Windows-Rechner) bzw. Finder (Mac’s) in das Hauptverzeichnis, sprich das Root, des Navis. Hauptverzeichnis bedeutet, wie bei eurem Rechner auch, die höchste Ebene (i. d. Regel ist das z. B. bei Windows die Festplatte "c:", also auf keinen Fall in irgendeinen Ordner kopieren. Dabei ist zu beachten, dass sich das Root bei Navis mit sowohl internem Speicher wie auch gesteckter SD(HC)-Speicherkarte durchaus auf der Speicherkarte befinden kann. Das ist allerdings nur immer dann der Fall, wenn sich gleichzeitig auch die Firmware dort befindet.

Achtung: Nach jedem Überspielen der Korrekturdatei muss das Navi vom Rechner getrennt und per Taste bzw. Taster ein Reset/Zurücksetzen durchgeführt werden - hierzu siehe wieder den Link unter Schritt 1! Keine Sorge, dabei gehen keine Daten verloren!

Die hinterlegten Korrekturwerte in der von euch erstellten Datei ersetzten von nun an die werksseitigen Korrekturwerte, aber sie verändern sie nicht was bedeutet, dass man immer auf die Werkswerte zurückfällt wenn die Datei auf dem Navi gelöscht würde. Alles klar soweit?

Geht nun wieder zu dem von euch gewählten Menü zurück und seht nach, was ihr angerichtet habt. Seid ihr über das Ziel hinausgeschossen, oder habt euch noch nicht ausreichend getraut, oder war gar der erste Schuss schon ein Volltreffer? Ihr werdet es schnell herausfinden und wenn erforderlich, dreht ihr halt noch ein wenig an den zwei bzw. vier Schrauben. Ich wünsche ein gutes Gelingen!

Was geht nicht?
Verzerrungen, wie Bildschirmrotation, Trapez- und Rautenkorrekturen können mit diesen Mitteln nicht beseitigt werden!

Was man auch noch versuchen könnte ...
Wenn Alles nicht geholfen hat besteht, zumindest theoretisch, immer noch die Möglichkeit, den Touchscreen auszutauschen. Bei dem handelt es sich grundsätzlich um (ehemals) gängige Markenware wie z. B. von NEC, die für gewöhnlich selbst für ältere Modelle im "www" noch immer irgendwo aufzutreiben ist. Ob es euch das wirklich wert wäre müsst ihr allerdings selbst beurteilen. Als Hilfe können wir euch allerdings unsere Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein anbieten, die ganz nützlich hinsichtlich Demontage/Montage sein könnte.

Quelle: Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein


THX!
Von mir, Mr. Anderson, ein herzliches Dankeschön an Oskar für dieses Spitzen-TuT!
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