SD Karten und wie man damit umgehen sollte....

SD Karten und wie man damit umgehen sollte....

#1 » Beitragvon Downunder35m » Sa Mai 02, 2015 2:49 am

Kleiner Hinweis vorweg:
Spoiler:"Screenshot"
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Die Bezeichnung "SD-Karte" ist eigentlich falsch, aber dieser Kurzbegriff (Secure Digital Card) hat sich halt eingeprägt und umgangssprachlich (auch bei den Herstellern) durchgesetzt. Die "SD-Karte" ist laut Definition (Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein) eine Flashspeicherkarte bis max. 2GB, grösser 2GB bis max. 32GB nennt man sie SDHC (Secure Digital High Capacity) und grösser 32GB bis derzeit max. 2TB heissen sie laut Definition SDXC (Secure Digital Extended Capacity). Auf Formatierungen von Flashspeicherkarten und/oder -Sticks sollte man im eigenen Interesse weitestgehend verzichten! Ist eine Formatierung einmal notwendig und unumgänglich, dann grundsätzlich immer nur mit einem dafür vorgesehenen Tool formatieren, zum Beispiel mit diesem Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.
Wir alle wollen mehr Speicher und wer die Möglichkeit hat nimmt eben eine SD, oder vielmehr SDHC/SDXC Karte dafür.
Ob nur intern oder extern im Kartenleser spielt Dank Stickmount und anderen Apps auch keine Rolle mehr - als warum schreibe ich diesen Mist?

Ganz einfach: Eine SDXC in 64GB oder mehr und von guter Qualität kostet ein paar Euronen...
Wer dann keine 10 Jahresgarantie hat wird es wohl zu schätzen wissen wenn die Karte nicht den vorzeitigen Heldentod stirbt.
Bitte zuerst lesen dann werkeln ;)
Vor allem das Partitionieren sollte man nur machen wenn man unter ständigem Mangel an Systemspeicher zum installieren neuer Programme leidet....

Teil 1: Was man so gar nicht tun sollte....
Für eine SD ist eine Formattierung so ziemlich das schlechteste was man machen kann.
Es kommt dabei zu sehr vielen (unnötigen) Zugriffen, vor allem wenn kein Quick Format gewählt wurde.
Die möglichen Schreib- und Lesezugriffe sind limitiert und wenn man bedenkt das gerade die FAT, oder das "Inhaltsverzeichnis" es ständig abgefragt wird....
Wenn es was zu löschen gibt dann lösche es, nutze eine Formattierung nur wenn es unbedingt nötig ist, z.B. falsch von einem Gerät formattiert, unpassendes Dateisystem...
Egal ob Windoof oder dein mobiles Gerät, eine SD sollte nicht einfach entfernt werden!
Sowohl Windoof als auch Android hat eine Funktion dafür.
In Windoof "Auswerfen" über den Windows Explorer, sicheres Entfernen über das Icon in der Taskleiste.
Android hat die "Unmount" Funktion entweder im Menü für "Storage" oder man nutzt Funktionen in diversen Apps dafür.
Wird eine SD einfach entfernt kann es nicht nur zu Datenverlust, sondern in seltenen Fällen sogar zum Totalausfall kommen.

Teil 2: Warum ist meine SD so langsam....
Wer englisch kann dem empfehle ich mal in mein Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein zu schauen, oder aber auch in Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein falls du vermutest die SD ist ein Fake.
Die eigentliche Engstelle ist meist der Kartenleser und USB Port.
Eine 90mb/s Karte an einem USB 2.0 wird diese Geschwindigkeit nur erreichen können wenn der Port nicht auch von anderen Geräten genutzt wird UND wenn der Kartenleser für den UHS Standart ausgelegt ist.
Die meisten Kartenleser werden zwar inzwischen auch in USB 3.0 Varianten angeboten und preisen Top Geschwindigkeiten - doch meist versagen sie kläglich im Alltagsleben!
USB 2.0 kann die Geschwindigkeiten der schnellen Karten mithalten! Also ist ein USB 3.0 Leser eigentlich sinnlos...
Wer genau hinschaut wird dann auch noch meist ne Zitrone erkennen :(
USB hat 4 Anschlüsse im Stecker, USB 3.0 noch ein paar mehr und ist zudem blau.
Wer nen blauen Stecker mit 4 Anschlüssen im innern hat besitzt nur einen USB Anschluss in blauer Farbe ;)
Flaschenhals ist aber in fast allen Fällen der verbaute Controller im Leser.
Was die Sache dann noch erschwert ist die Tatsache das einige Billigchips zwar Karten mit bis zu 128Gb erkennen können, jedoch beim schreiben darauf die Karte oder die Daten ruinieren kann.
Man erkennt solche Probleme oft and ständig schwankenden Übertragungsraten mit grossen Dateien, schnell, langsam, schnell, mal ein kompletter "Stop" wo nur kb Weise übertragen wird...
Der Controller kann die Daten in diesem Fall nicht schnell genug verarbeiten und mangels UHS Support werden sie auch in falscher Form für den Controller der SD geliefert...
Ein entsprechender Kartenleser wird Angaben zum UHS Standard oder der maximalen Übertragungsgeschwindigkeit haben - 50mb/s sind ein guter Wert, steht dazu nix und wird UHS Class 3-5 nicht erwähnt taugt der Leser meist nichts.
Auf dem mobilen Gerät kommt es natürlich auch darauf an ob UHS unterstützt wird oder im Falle von externen Kartenleser, das der Port die Geschwindigkeit liefern kann.
Wer einen guten Leser sucht sollte sich mal den Meenova Dash Micro ansehen ;)

Teil 3: Dateisysteme und formattieren....
Wer sich eine neue SD mit mehr als 32Gb angesehen hat, kann bemerkt haben das sie mit exFat formattiert ausgeliefert wurde.
Exfat ist ein Dateisystem welches die Besonderheiten von Flashspeicher berücksichtigt.
Ich will hier nicht in die Details gehen, dafür gibt es Wikipedia.
Es ist aber so das bei exFat die Daten in der richtigen grösse für die Blockaddressierung des Flashspeicher verteilt werden.
Es muss also nicht vom SD Controller "umgerechnet" werden.
Dies gibt selbst bei "alten" SD Karten noch einen Schub von 6-7mb/s auf 10mb/s oder mehr.
Ich habe eine alte Class2 Karte mit 4Gb welche auf knapp 3mb/s in Fat32 aber auch über 6mb/s in exFat kommt.
Wer nun das Richtige tun will sollte den Formatter von Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein nutzen!
Die Jungs setzen die Standards, also sollten sie wissen wie eine SD behandelt werden muss - Windoof hat davon nicht die geringste Ahnung und daher sollte man nicht mit dem Explorer formattieren, doch mehr dazu später...
Karten unter 32Gb werden von diesem Tool fast immer in Fat32 formattiert - in einigen Fällen jedoch auch in exFat!
Das Tool fragt den Controller der SD ab und wählt automatisch das passende Dateisystem.

Ok, aber ich habe ein recht altes Handy/Tablet und nie genug Systemspeicher um Programme zu installieren. Oder eben zu wenig Arbeitsspeicher...
Warnung!! Das Programm Swapper kann massive Probleme bereiten, wer also mehr als nur partionieren will weil er zu wenig freies Ram hat sollte vorab schauen ob sein Handy unterstützt wird!
In jedem Fall ist es besser vorab ein Nandroid backup zu erstellen, zumindest sollte man aber mit ADB Sideload umgehen können und wissen wie man seine Firmware ggf. neu installieren kann.
Swapper sollte nur als letzte Möglichkeit für sehr limitierte Geräte genutzt werden.

Klar, wer Android nutzt kann exfat nutzen, zumindest mit aktuellen Roms (oder einem passenden Kernel), doch wer die SD voll nutzen will muss mehr tun...
Viele werden bemerkt haben das "Move to SD" sehr oft versagt (egal ob von Gerät oder die App) oder die Programme danach sehr langsam sind.
Das speichern von Fotos und ähnlichem mag zwar mit einer SDXC in UHS Class 5 sehr schnell sein, doch Spiele kommen einem oft langsamer als auf dem internen Speicher vor.
Dies liegt an der Art und Weise wie Android die SD nutzen kann.
Ist sie durchgehend in exFat gehalten wird sie nur als "Externes Speichermedium" genutzt.
Dies bedeutet das Programme darauf angewiesen sind ihre Laufzeitdaten anderweitig zu speichern, es kommt also zu wechselnden Zugriffen zwischen intern und SD was Android nicht besonders gut kann.
(Habe dies noch nicht unter 5.1.1 ausgetestet)
Um nun eine SD mit allem Glanz zu nutzen sollte sie entsprechenden präpariert werden:
Android und der User braucht einen Datenbereich der auch unter Windoof nutzbar ist - exFat oder unter 32Gb eben Fat32.
Zusätzlich wird jedoch auch noch ein Linuxsystem benötigt - ext3 oder ext4.
Last but not least sollte auch eine "Auslagerungsdatei" - Lunux Swap nicht fehlen.
Mit all dem greifen wir jedoch verstärkt in die Datenstruktur einer SD, man sollte es sich also erst gut überlegen, vor allen die entsprechenden Grössen, und dann nur einmal durchführen - nicht jedoch jeden Tag eine andere Konfiguration formattieren!
Benötigt wird dazu neben dem bereits erwähnten Formatter auch noch ein Festplattenpartitionierer der mit ner SD umgehen kann, z.B. der Partition Wizard von Minitool (kostenlos).
Als Beispiel nehme ich mal eine 32Gb SDXC:
Falls nicht neu oder bereits anderweitig formattiert bitte zuerst mit dem Tool von SDCARD.ORG eine Schnellformattierung durchführen.
Hab ich erwähnt man solte seine Daten vorher sichern? ;)
Nun das Denken...
Je nach Nutzung brauchen wir ein bisschen mehr ext4 Speicher, z.B. einige Spiele nutzen mehr als 1GB an Systemspeicher wenn sie nirmal installiert werden (Walking Dead um eines zu nennen).
Man sollte also genug einplanen falls man ein Gamer ist.
Ich nehme mal 1Gb für ext4 an weil es für mich meist keine Spiele sind.
Als Swap sollten 32mb reichen, man kann aber bis 512mb für die Linus-Swap gehen.
Der Rest ist dann Fat32 oder exFat.
Im Partition Tool die SD auswählen und die komplette Partition löschen, danach die Änderungen speichern lassen.
Es ist wichtig es Schritt für Schritt zu machen da es ansonsten zu Problemen kommen kann!
Nachdem nun alles gelöscht ist sieht man die Grösse der SD in mb oder kB angezeigt.
Wer zu faul zum rechnen ist mach nun einen "Trockenlauf":
Eine Linux Swap mit 128mb erstellen, aber die Änderung nicht schreiben lassen!
Nun eine ext4 mit 1GB (1024mb) erstellen.
Der Rest der nun als unbelegt angezeigt wird ist die Grösse für unsere Fat32/exFat Partition - diesen Wert aufschreiben oder gut merken ;)
Alle Änderungen rückgängig machen, so das man wieder die unpartionierte SD angezeigt hat - der Apply Button sollte also grau sein!
Nun erstellen wir als erstes eine primäre FAT32 Partition mit dem zuvor aufgeschriebenen Wert - dies ist die einzige Partition die Windoof sehen kann, also wird dort die SD auch nur mit dieser Grösse angezeigt.
Nun die Änderung schreiben lassen "Apply Button ;) ".
Als nächstes kommt die ext4 mit 1024mb Grösse, ebenfalls als primäre Partition.
Änderungen ebenfalls wieder schreiben lassen.
Letzte Runde für die Linux Swap, diese kann nun etwas kleiner als die geplanten 128mb sein weil für die Partitionierung ein bisschen verloren ging, das macht aber nix, sie wird auch als primäre Partition erstellt.
Änderungen speichern und fertig - fast...
Nun braucht man noch einen Kernel der "Swap" unterstützt oder die App "Swapper" aus dem Playstore.
Obwohl Swapper keine Swappartition benötigt und diese Emuliert ist der Zugriff mit echter Swap Partition bedeutend schneller.
Bevor man Swapper nutzt sollte die SD eingelegt sein, also bitte immer erst Swapper deaktivieren, SD unmounten und dann in umgekehrter Reihenfolge.
Aktuelle Geräte und Roms könen meist mehr Systemspeicher zur Verfügung stellen als z.B. ein altes Galaxy Note1, wer aber dennoch von dauernden Meldungen genervt wird das trotz 10Gb frei auf SD un internem Speicher nichts installiert werden kann hat hier die Alternative.
Link2SD und andere Programme können ebenfalls von dieser Partitionierung profitieren da eben keine Daten mehr in den internen Gerätespeicher geschrieben werden müssen.
Es sei jedoch erwähnt das diese Partitionierung natürlich die zu erwartende Lebenserwartung der SD durch vermehrte Zugriffe verkürzen kann, also eigentlich nur für Markenware zu empfehlen.

Teil 3: Ich hab ein tolles 3D Tablet/Handy oder mache eben gerne Filme und Videos....
Wer mit OTG Kabeln kein Problem hat und hauptsächlich einen sehr schnellen Speicher braucht sollte ggf. mal eine CF Karte, also Compact Flash in Betracht ziehen.
Sie übertreffen selbst die schnellsten SD's um Längen und sind für den Zweck genau richtig.
Natürlich sollte man vorab testen ob der Kartenleser auch die Geschwindigkeit der Karte erreichen kann....
TT GO730, Navcore 9.004, aktuelle Karte von Australien, Bootloader 5.5256, 16GB SDHC mit Tomplayer und ttmaps
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